Auch die NZZ gibt dem Projekt kaum noch Chancen
NZZ: Zuger Kantonsratssaal-Projekt vor dem Aus
Der geplante 50-Millionen-Neubau am Landsgemeindeplatz stösst in Zug auf breiten Widerstand. Die NZZ berichtet ausführlich über die kontroverse Debatte, zu der unsere Bürgerinitiative einen wesentlichen Beitrag leistet.
Die Neue Zürcher Zeitung widmet in ihrer Ausgabe vom 23. April dem umstrittenen Bauprojekt am Zuger Landsgemeindeplatz einen ausführlichen Artikel. Unter dem Titel „Kontroverse um den Saal, in dem das Zuger Attentat stattfand“ beleuchtet der Journalist Erich Aschwanden die Diskussion um den geplanten Neubau des Kantonsratssaals, der am See entstehen soll und dabei auf massiven Widerstand stösst.
Wie die NZZ berichtet, entstand der Widerstand gegen das Vorhaben des Regierungsrats innerhalb weniger Tage. Dabei hebt die renommierte Tageszeitung die Rolle unserer „IG Erhalt Landsgemeindeplatz“ hervor, in der sich Anwohner der Altstadt und besorgte Zugerinnen und Zuger zusammengeschlossen haben. Unser offener Brief an das Zuger Stadtparlament, in dem wir die zentralen Kritikpunkte am Projekt dargelegt haben, findet in der Berichterstattung besondere Beachtung.
Die von unserer Bürgerinitiative vorgebrachten Hauptargumente spiegeln sich deutlich im NZZ-Artikel wider:
- Die massive Beeinträchtigung des historischen Stadtbilds
- Die Verstelling des Blicks auf den See
- Die Zerstörung wertvollen öffentlichen Raums
- Die mangelnde Prüfung von Alternativen
- Die Gefährdung der traditionellen Vogelvoliere, die dem Neubau weichen müsste
Besonders eindrücklich scheint die von uns erstellte Visualisierung des geplanten „grauen Klotzes“ die Journalisten der NZZ überzeugt zu haben – sie wird im Artikel als anschauliches Beispiel für die drohende Verschandelung der Altstadt angeführt.
Erfreuliche Fortschritte zeigen sich auch auf politischer Ebene: Gemäss dem Artikel hat die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Gemeinderates der Stadt Zug den Landabtausch mit dem Kanton mit 5:1 Stimmen klar abgelehnt. GPK-Präsident Philip C. Brunner wird mit der Aussage zitiert, das Geschäft werde im Stadtparlament mit sehr wenigen oder gar null Ja-Stimmen abgeschmettert werden.
Die NZZ kommt zum Schluss, dass die Zuger Regierung angesichts der klaren Fronten wohl nicht anders können wird, als „auf Feld eins zurückzukehren und die Standortsuche neu aufzugleisen“.
Die ausführliche Berichterstattung in einer national bedeutenden Zeitung wie der NZZ unterstreicht die Wirksamkeit unserer Kampagne und zeigt, dass die Anliegen unserer „IG Erhalt Landsgemeindeplatz“ weit über die Grenzen der Stadt Zug hinaus wahrgenommen werden.
Der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug wird am 29. April über den Landabtausch entscheiden.
