Zuger Heimatschutz lehnt neuen Kantonsratssaal ab
Heimatschutz gegen Neubau am Landsgemeindeplatz
Der Zuger Heimatschutz positioniert sich klar gegen den geplanten Neubau des Kantonsratssaals am Landsgemeindeplatz. In einer aktuellen Medienmitteilung kritisiert der Verein das Projekt als schweren Eingriff in ein Ortsbild von nationaler Bedeutung und fordert ein unabhängiges Gutachten.
Der Zuger Heimatschutz schlägt Alarm: Der vom Regierungsrat geplante Neubau eines Kantonsratssaals beim Landsgemeindeplatz würde laut dem Verein gegen wichtige Schutzbestimmungen verstossen. In einer Medienmitteilung vom 25. März 2025 lehnt der Heimatschutz das Projekt aus Gründen des Ortsbildschutzes entschieden ab.
Das Regierungsgebäude und seine Umgebung liegen in einem schützenswerten Ortsbild von nationaler Bedeutung (ISOS) und unterliegen dem höchsten Schutzziel. Laut ISOS müssen sowohl das historische Regierungsgebäude in seiner „repräsentativen Erscheinung und solitären Stellung“ als auch die umgebenden Freiräume erhalten bleiben.
Der Regierungsrat plant jedoch, die am nördlichen Rand des Landsgemeindeplatzes gelegene Voliere sowie den bestehenden Kiosk und die WC-Anlage abzubrechen, um dort einen Erweiterungsbau für den neuen Kantonsratssaal zu errichten. Dieser soll gemäss Studie eine ähnliche Höhe wie das bestehende Regierungsgebäude aufweisen.
Für den Heimatschutz ist klar: „In einem schützenswerten Ortsbild von nationaler Bedeutung wäre der Neubau eines Ratssaals ein schwerer Eingriff in das ISOS und damit nicht zulässig.“ Der Verein fordert deshalb die kantonalen Behörden auf, ein Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege einzuholen. Da der Kanton selbst als Bauherr auftritt, sei die kantonale Denkmalpflegebehörde nicht geeignet, das Projekt unabhängig zu beurteilen.
Der Zuger Heimatschutz betont die Bedeutung der „letzten Freiräume und beliebten Naherholungsgebiete beim Landsgemeindeplatz und am See mitten in der intakten Zuger Altstadt“, die unbedingt erhalten bleiben müssten.
